Der Zukunftskreis Steinfurt

Der Kreis Steinfurt liegt im Nordwesten NRWs und ist mit 1.793 km2 der zweitgrößte Flächenkreis des Bundeslandes. In 24 Städten und Gemeinden leben rund 437.000 Menschen. Der Kreis beschäftigt sich mit den Zukunftsthemen demografischer Wandel und Fachkräftemangel, Klimaschutz und Energiewende sowie Zukunft der Daseinsvorsorge und ländliche Entwicklung. Ein Großteil dieser Themen wird durch das Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit (weitere Informationen) bearbeitet. Mit dem Beschluss des Kreistags (2009), bis 2050 energieautark werden zu wollen, hat sich der Kreis ein ambitioniertes Ziel gesetzt, und mit dem Projekt „Masterplan 100% Klimaschutz“ gezeigt, wie der Weg zur vollständigen Energiewende aussehen kann. Die Realisierung dieser Ziele ist nur unter Beteiligung der Kommunen, der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen zu realisieren. Dazu wurde das „Unternehmernetzwerk im energieland2050“ [Hyperlink zur Unterseite] geschaffen, das Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und Attraktivitätssteigerung der Region verbinden möchte.

Der Kreis Steinfurt mit dem „Unternehmernetzwerk im energieland2050“ als Praxispartner bietet eine ideale Fallstudie für Regio TransKMU:

  • Erstens wird für die Region aufgrund der demografischen Entwicklung von einem künftigen Fachkräftemangel ausgegangen, was von den KMUs als wesentliche Zukunftsherausforderung gesehen wird.
  • Zweitens wurde der Kreis Steinfurt im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts „EE-Regionen: Sozialökologie der Selbstversorgung“ (Hyperlink zu Studie) als eine Best Practice Region für ein regionales sozial-ökologisches Prozess- und Partizipationsmanagement identifiziert (Stablo/Ruppert-Winkel 2013).
  • Drittens wurde mit dem „Unternehmernetzwerk im energieland2050“ eine neuartige Form der Zusammenarbeit zwischen Kreisverwaltung und KMUs etabliert, um gemeinsam sozial-ökologische und ökonomische Ziele in der Region zu erreichen. 
  • Viertens sind in den regionalen KMUs zahlreiche soziale und ökologische Aktivitäten zu verzeichnen, z.B. Sponsoring von ökologischen Entwicklungsprojekten der Region oder die Bereitschaft aller im Wind-Bereich tätigen KMUs, die Leitlinien des Kreises Steinfurt zu Bürgerwindparks anzuerkennen. Mehrere Firmen haben sich zudem intensiv mit Fragen zur Altersstruktur und betrieblichem Gesundheitsmanagement beschäftigt. 
  • Fünftens zeigen die KMUs im Netzwerk darüber hinaus ein großes Interesse an einer weiteren Stärkung sozial-ökologischer Ansätze

Der Kreis Steinfurt möchte als „Keimzelle“ für Transformationsprozesse hin zu nachhaltigem Wirtschaften dienen und mit dem Projekt verschiedene Handlungsoptionen für die KMUs, das Unternehmernetzwerk energieland 2050 und die Region aufzeigen.