Inhalte des Projekts

Projektlaufzeit

01.01.2015 – 31.12.2017

 

Ausgangslage und Ziel

Ländliche Regionen sind durch die Auswirkungen des demografischen Wandels besonders betroffen. Die ohnehin bestehenden Binnenwanderungen in urbane Zentren werden gestärkt, was sich negativ auf die sozialen Strukturen der Regionen auswirken kann. Außerdem verschärft sich der zunehmende Fachkräftemangel, der insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) betrifft und dadurch auch die Wettbewerbsfähigkeit der Region negativ beeinflusst. Somit stellt sich die Frage, wie die Attraktivität von Regionen als Lebensort und KMUs als Arbeitgeber so erhöht werden kann, dass Menschen im ländlichen Raum leben und sich mit ihrer Arbeitskraft an die ansässigen KMUs binden wollen. Das Forschungsvorhabens Regio TransKMU untersucht in diesem Kontext, ob und wie durch nachhaltig – sozial-ökologisch – handelnde KMUs, unterstützt durch entsprechende regionale Rahmenbedingungen, die ländliche Region attraktiv gestaltet werden kann.

 

Forschungsfragen:

1. Unter welchen Bedingungen sind Unternehmen bereit sozial-ökologische Maßnahmen umzusetzen und wie kann ein solches Handeln sinnvoll erfasst und dargestellt werden? Welche unterstützenden regionalen Rahmenbedingungen braucht es dazu?

2. Kann sozial-ökologisches Handeln die Attraktivität von KMUs und ihrer Standortregion für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Marktpartner sowie Verbraucher steigern und welchen Nutzen können KMUs und die Region daraus ziehen?

3. Wie können innovative Modelle der Zusammenarbeit zwischen kommunalen Akteuren, KMUs, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Verbrauchern aussehen, um sozial-ökologisches Handeln zu fördern?

 

Handlungsfelder

Die Forschungsfragen werden am Beispiel des Kreises Steinfurt in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und dem dortigen „Unternehmernetzwerk energieland2050“ bearbeitet. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse zweier Handlungsfelder:

1. Fachkräfte binden, bei dem der Austausch zwischen KMUs und Ausbildungsstätten bzw. potenziellen Mitarbeitern im Mittelpunkt stehen

2. regionale Wertschöpfung stärken, bei dem das Unternehmernetzwerk und Schnittstellen zu den Marktpartnern und Verbrauchern den Fokus bilden.

Beide Handlungsfelder sollen dazu beitragen, den unternehmerischen Mehrwert sozial-ökologischen Handelns für KMUs zu verdeutlichen.

 

Gefördert wird das Verbundprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung (SÖF) zum Themenschwerpunkt „Nachhaltiges Wirtschaften“, Förderkennzeichen

Projektverlauf